Tipps und Tricks gegen den Kater

Der Kater, vom Mediziner Veisalgia genannt, ist genau das, womit sich der menschliche Körper gegen einen übermäßigen Alkoholkonsum wehrt. Die Leistungsfähigkeit kann je nach Ausprägung von einigen Stunden bis zu einigen Tagen eingeschränkt werden. Deshalb ist es wichtig, zu wissen, was gegen den „Katzenjammer“ vor, während und nach der Party getan werden kann.

Hier haben wir für Sie 10 hilfreiche und wichtige Tipps schnell und einfache erklärt zusammengefasst:

Tipp 1: Auf die Party richtig vorbereiten!

wasserDie optimale Vorbereitung wäre es, sich das Hormon ADH, alias Vasopressin verabreichen zu lassen, welches in der Medizin zur gezielten Steigerung des Blutdrucks angewendet wird. Doch das wird kein Arzt für ein Saufgelage verordnen. Das Hormon ist für die Steuerung des Flüssigkeitshaushalts zuständig. Fehlt es, wird mehr Flüssigkeit ausgeschieden, als für den Stoffwechsel gut ist. Wer einen Kater nach einer feucht-fröhlichen Party vermeiden möchte, sollte deshalb schon vorher reichlich trinken. Flüssigkeit ist also sehr wichtig, trinken Sie wenn möglich im Laufe des Tages bereits 2-3 Liter Wasser bevor Sie mit der Party beginnen.

Tipp 2: Die richtigen Getränke vermeiden den Kater!

Um sich nach einer Party mit einem Kater plagen zu müssen, sollte man seinen Stoffwechsel mit den Stoffen versorgen, die durch den Alkohol vernichtet werden. Dazu gehören vor allem Mineralien, Magnesium, Zink und alle zur Gruppe B gehörenden Vitamine. Besondere Bedeutung kommt hier der Folsäure zu. Ein großes Glas Multivitaminsaft (oder Apfelsaft) kombiniert mit einem Apfel wäre deshalb eine gute Partyvorbereitung.

Tipp 3: Mit Bedacht essen und Kater verhindern!

fettiges-essen-gegen-katerDurch das richtige Ess- und Trinkverhalten während der Party lässt sich die Alkoholaufnahme verzögern. Gut geeignet sind alle Speisen, die den Alkohol im Magen binden können. Professor Rolf-Dieter Hesch (langjährig tätig als Endokrinologe) empfiehlt beispielsweise den Verzehr von Ölsardinen oder hartgekochten Eiern mit Olivenöl. Seine Begründung lautet, dass Öle und Fette einen Film auf der Magenschleimhaut bilden, durch welchen die Resorption von Alkohol gehemmt wird.

Erfolgt die Alkoholaufnahme langsamer, verteilt sich der Flüssigkeits- und Mineralverlust über einen längeren Zeitraum. So ist ein besserer Ausgleich möglich, was die Wahrscheinlichkeit für einen Kater signifikant senkt.

Tipp 4: Keinen heißen Alkohol trinken!

heisser-alkoholLeider ist nur wenigen Menschen bekannt, dass ein Kater bei heißen alkoholischen Getränken wahrscheinlicher ist als bei kalten Getränken. Dabei ist die Erklärung ganz einfach. Die Wärme sorgt für eine verbesserte Durchblutung der Magenschleimhaut und somit für eine schnellere Alkoholresorption. Wer nicht beizeiten mit einem Vollrausch unter dem Tisch landen möchte, sollte deshalb bei kalten Getränken bleiben. Zum Glück ist es so oder so selten der Fall das heisser Alkohol konsumiert wird, dies trifft eigentlich nur in seltenen Fällen wie z.B. beim Glühwein im Winter ein.

Tipp 5: Alkoholsorten nicht mischen!

alkohol-mischenBesonders in Clubs mit viel Auswahl ist die Verführung groß die Alkoholsorten zu mischen. Doch wer Wein, Schnaps und Bier kombiniert, oder sogar obendrauf noch Sekt oder Champagner dazu mischt, der riskiert einen umso schlimmeren Kater. Also Vorsicht: Alkohol mit viel Kohlensäure (z.B. Sekt oder Champagner) macht wesentlich schneller betrunken und verursacht stärkere Kopfschmerzen am morgen danach.

Die Faustregel lautet: Auf jedes Glas Alkohol auch ein Glas Wasser trinken. Noch besser wären Obst- und Gemüsesäfte, in denen die oben genannten Vitamine und Mineralien enthalten sind. Da dies aber meistens wo Alkohol verkauft nicht vorhanden ist, sollte man zumindest zwischendurch ein großes Glas Wasser trinken. Es wird einem auffallen das es gar nicht so schwierig ist ein großes Glas Wasser schnell runter zu trinken, beim Bier klappt es ja schließlich auch. 

Tipp 6: Unbedingt auf das eigene Limit achten!

alkohol-kenn-dein-limitAb welcher Menge Alkohol einen Kater verursacht, ist individuell sehr verschieden. Dabei spielen Faktoren wie die Geschwindigkeit der Prozesse des Stoffwechsels und das Körpergewicht eine Rolle. Wer sich selbst ein wenig beobachtet, kennt im Laufe der Zeit seine Grenzen. Wer am nächsten Tag ohne Kater aufwachen möchte, sollte sich deshalb ein Limit setzen. Besonders die beliebten Trinkspiele und Rundengelage sind hier sehr gefährlich. Auch die Trinkflatrates in einigen Kneipen und Diskotheken verleiten dazu, ein paar Gläschen mehr zu trinken. Wer keinen Kater riskieren möchte, meidet diese Dinge am besten konsequent und trinkt ab einen gewissen Level lieber vermehrt Alkoholfreie Getränke.

Tipp 7: Größere Temperaturunterschiede vermeiden!

alkohol-sonne„Und dann kam die Sonne und ich lief gegen eine Wand.“ – Diesen Satz dürften schon viele Betrunkene geäußert haben. Doch was verursacht den in diesem Moment ganz plötzlich zuschlagenden Rausch und Kater? – Es ist die aufgrund der Wärme binnen kurzer Zeit angekurbelte Geschwindigkeit des Stoffwechsels. Dadurch erhöht sich die aufgenommene Menge an Alkohol spürbar. Deshalb ist es nie sinnvoll, nach dem Trinken in die Sonne zu gehen oder einen überwärmten Raum aufzusuchen. In kühlen Räumen kann dem Kater der Kampf viel besser und erfolgreicher angesagt werden.

Tipp 8: Viel trinken & schlafen hilft gegen den Kater!

schlafen-katerDer von zu viel Alkohol ausgelöste Schwindel lässt sich am effektivsten mit viel Schlaf bekämpfen. Gegen das „Karussell und den Seegang“ beim Einschlafen helfen ein kleines Nachtlicht oder ein aus dem Bett gestrecktes Bein. Auch wenn nach dem Alkoholkonsum ohnehin laufend „der Thron ruft“, ist es wichtig, viel zu trinken. Der sofortige und kontinuierliche Ersatz des Flüssigkeitsverlusts ist die beste Prävention gegen einen Kater.

Wer am Morgen danach nicht mit einem „dicken Kopf“ aufwachen möchte, sollte lieber in Kauf nehmen, mehrmals in der Nacht aufstehen und zur Toilette gehen zu müssen. Die beste Wahl sind Obstsäfte und Multivitaminsäfte, die mit Mineralwasser verdünnt werden. 1L Wasser vor dem Schlafen gehen klingt schwierig, kann aber wahre Wunder bewirken. Lieber geht man Nachts 1-2 mal auf die Toilette als den ultimativen Kater am nächsten morgen zu haben.

Tipp 9: Das Katerfrühstück sollte drinbleiben!

Weil zum Kater auch Übelkeit gehört, verzichten viele Menschen auf ein Frühstück am Morgen danach. Doch das ist genau der falsche Weg, dem „Katzenjammer“ den Kampf anzusagen.

katerfruehstueckDer Stoffwechsel benötigt dringend das, was ihm der Alkohol entzogen hat:

  • Flüssigkeit
  • Mineralien
  • Folsäure
  • Vitamine

Genau danach sollte das Katerfrühstück ausgerichtet werden. Obst, Gemüse und Mineralwasser wären deshalb die beste Wahl. Kaffee könnte vielleicht problematisch werden, denn ihm wird zutreffend ebenfalls eine entwässernde Wirkung nachgesagt. Dennoch wirkt er „dem leierigen Gefühl“ entgegen, weil er kurzfristig den Blutdruck steigert.

Das ist auch der Grund, warum an vielen Stellen ein Glas Sekt als Katerfrühstück empfohlen wird.

Wer seinen rebellierenden Magen beruhigen möchte, sollte eine Tasse lange gebrühten Schwarztee oder eine Tasse Kamillentee trinken.

Tipp 10: Antikatermittel zur Vorsorge

paraxineWer ganz sicher gehen möchte, der kann bereits ein Antikatermittel wie z.B: Paraxine kombiniert mit einer Paracetamol während der Party zu sich nehmen. Wer bereits beim Feiern oder zumindest am Ende einer Party sich mit Antikatermittel und Wasser versorgt, der kann der Körper dabei helfen in den nächsten bestimmt 6-10 Stunden Schlaf den Alkohol schneller abzubauen. Ideal wäre es Antikatermittel noch auf der Party und zusätzlich am nächsten Morgen einzunehmen.

Wer dann noch für ausreichend Wasserzufuhr und Vitaminen am nächsten morgen sorgt, der dürfte die besten Chancen für einen relativ harmlosen Kater haben und kann den nächsten Tag genießen.